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5 Tipps von Lara Kalenborn-Gemar

1. „Drück auf’s Gas“: Im Zeitalter des Films und anderer audiovisueller High-Speed-Medien, brauchen unsere Geschichten Action. Neben anderen Beschleunigungstechniken kurbeln Dialoge die Story unheimlich an. Außerdem können ausufernde Beschreibungen, in denen die Erzählerstimme zu laut wird, mithilfe beherzter Schnitttechnik weggekürzt werden.
2. „Charakter perfekt“: Sympathie für die Hauptfigur ist wichtig. Wir wollen keinen Held ohne Ecken und Kanten, aber unangenehmen Menschen schenkt man kein Mitgefühl. Der Leser soll unseren Figuren richtig nahekommen, deshalb schadet zum Beispiel eine Prise Humor nicht, selbst wenn wir einen eigentlich äußerst ernsten Protagonisten entworfen haben.
3. „Was zum Anfassen“. Bilder im Kopf sind das A und O. Wenn diese nicht beim ersten Schreiben kommen, die Szene ruhen lassen und zu späterem Zeitpunkt die Sinne des Lesers nachbedienen.
4. „Der Wille der Geschichte geschehe“. Die Story spricht. Schreibe, was geschrieben werden muss. Das ist vielleicht nicht immer einfach, aber authentische Figuren und ein guter Plot erfordern eben Mut. Trotzdem sollte man nicht alles der Stimme der Geschichte überlassen: Jedes Gebäude braucht ein sicheres Fundament und dieses besteht meines Erachtens aus Planung, Mindmaps, Szenenprotokollen und Charakterlisten.
5. „Survival of the fittest“. Schwache Szenen gehören gestrichen. Das Motto lautet: Gesundstoßen. Wenn die längeren Schwachstellen getilgt sind, fahre mit der Entschlackungskur auf Satzebene fort und gehe dann auf die Wortebene über. Suche zum Beispiel nach Füllwörtern wie „sehr“ und „eigentlich“. Arbeite dich mithilfe der Wortsuchfunktion durch deinen gesamten Text und mach deine Sätze prägnanter. Jedes Wort muss eine Funktion haben – sonst raus damit.