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5 Tipps von George P. Schnyder

I. Storyaufbau

Ich bin ein Fan von Stories die strukturiert sind. Das klassische Drama und die Drei-Akt Struktur sind meines Erachtens sehr wichtig. Ich habe ein Regal voll mit Bücher über das schreiben, und in allen geht es um die Struktur einer Geschichte, sogar in denen wo es darum geht keine Struktur zu haben.

Ob es Story, 3-Akt, Monomythos oder Heldenreise genannt wird. Geschichten die funktonieren laufen meines Erachtens nach einem universellen Schema ab. Und viele der Autoren die begnadete GeschichtenerzählerInnen sind, aber sagen das es kein Schema gibt, das die Geschichten einfach so aus ihnen hinausfliessen, schreiben nach genau diesem. Sie haben es nur durch die unendlichen Geschichten aufgenommen die sie gelesen haben. Oder hatten Problem mit der Story bei denen LektorInnen erschreckend schnell helfen konnten weil die sich mit der Struktur auskannten. 😉

II. Hauptperson(en)

Eine gute Geschichte kommt nur mit einer Person aus. Klassisches, geschlossenes Drama. Ein Handlungsstrang, ein Tag, ein Ort. Stimmt natürlich nicht. Aber trotzdem ist es wichtig zu wissen wer die Hauptperson ist. Oder wer die Hauptpersonen. Wenn es eine HeldIn gibt sind die anderen Personen Nebenpersonen und dazu da die Storyline der Hauptperson zu stärken. Wenn es mehrere Hauptpersonen gibt haben die alle gleich viel Story und ihren eigenen Spannungsbogen dem sie gehorschen. Kann man beides machen, muss dann nur von Anfang an klar sein, damit man weiß ob man zu sehr an einer (Neben)-Person hängt oder ob das okay ist. Jede der Hauptpersonen sollte einen Handlungsstrang haben in dem sie sich wandelt. Sollte dies bei einer Person nicht so sein ist sie keine Hauptperson. Aber ggf. der Sidekick.

III. Preperation rocks

Ich plotte immer die gesamte Story. Vorlage dafür ist mehr oder weniger ausführlich der Archplot.

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Meine Storyidee, die bis dahin aus ein paar coolen Szenen, Typen und einer Idee (Typ jagt den Mörder seiner Frau, obwohl sie ihn für den Typen verlassen hat) bestehen werden in die Vorlage gebaut. Dadurch bekomme ich Sachen wie B-Story (das was ihm letztendlich hilft sie zu rächen) und Anleitungen wo Spannung aufgebaut werden muss geliefert. Meine Szenen die ich im Kopf habe packe ich auch da rein. Wenn ich damit fertig bin habe ich einen Grundaufbau, weiß was ich noch brauche (Personen die noch entwickelt werden müssen), was ich ändern muss (Sachen die ich über Nebenpersonen oder die Hauptfigur neu gelernt habe) und wo zeitlich was passiert. Mehr oder weniger.

IV: Overpreperation sucks

Zu viel Vorplanen birgt die Gefahr sehr statisch zu werden. Ich haben ja schon böse von AutorInnen gehört das BestsellerautorInnen immer die gleichen Stories raus bringen, nur mit geänderten Orten, Namen, usw. Overpreped or Lazy? 😉

Wenn zu eng geplant wird, zu viele Szenen unabhängig, ohne die Gesamtstory im Blick zu behalten, in das Gerüst gebaut werden wird die Story entweder zu lang (wie dieser Satz) oder man muss zu viele Schlenker rein bauen (Wie den hier: Damit man es versteht) Beides stört den Aufbau der Story unnötig. Ja, ich bin kein Fan von Tolkin als Autor. 😀

V. Gerüst ist kein Gefängniss

Ich höre oft das man ja frei schreiben möchte. Die Figuren einen leiten, die Story fliesst und Sachen passieren die man sich nie gedacht hätte. Super. Hab ich auch. Nur wenn ich nicht weiter weiß gucke ich auf das Gerüst. Und wenn es in eine ganz andere Richtung geht als gedacht muss ich kreativ werden damit es wieder passt. Oder halt das Gerüst umbauen. So oder so muss ich mich dann wieder mit der Grundstory auseinander setzen. Und mir dabei Gedanken um das gesamte Ding machen. Was ja nicht schlecht sein kann.